Zu viel „Mutti“ tut nicht gut!

Jeden Morgen erlebe ich die fürsorgliche Power moderner Eltern. Sie verwandeln die Schulstraße mit ihren Autos mittels Kinder-Kurzstrecken-Shuttle in eine quirlige Landebahn. Treusorgend winkend werden dann, oft pummelig wirkende Kinder auf den Schulhof entlassen. Und Mittags läuft der „Mutti-Service“ in umgekehrter Reihenfolge. Das sind ganz tolle Grundlektionen für absolute Sicherheit und Bequemlichkeit.

Natürlich ist so eine Verallgemeinerung etwas ungerecht. Es sind nicht alle so! Doch als „Allgäuer Grübler mit bäuerlichem Hintergrund“ zähle ich halt eins und eins zusammen:  Aus verwöhnten Kindern werden später mal unselbständige, unzufriedene Leute! Doch die Kinder können nichts dafür.

Denn die „gluckenden Muttis und Vatis“ sind heute überall: In der Gestalt von Parteien, Medien, Verbänden, Behörden oder auch gemeinnützigsten Institutionen, NGO’s genannt. Sie alle wollen doch nur „unser Bestes“! Das ist kein Vorwurf. Das ist deren Daseinsberechtigung. Doch leider bringt grenzenlose Fürsorge bei uns „Menschenkinder“ nun einmal eine unheilvolle Unmündigkeitsspirale in Gang. Die einen schreien nach immer mehr Fürsorge und die Anderen nutzen das als Steilvorlage um zu schützen und zu retten. Rettungsschirme gibt es ja mittlerweile genug. Dabei manifestieren sich „die Retter“ als alternativlose Engel, die uns aber in Wahrheit mit immer mehr Bürokratie und Formalismus ersticken. Eine nach unten ziehende Negativspirale saugt die letzten Reste des gesunden Menschenverstandes aus uns heraus und führt in die „erlernte Hilflosigkeit“.

Der Strom kommt dann aus der Steckdose, Gesundheit gibt’s in der Apotheke, das Essen kommt aus dem Supermarkt, das Geld für alles druckt die Bank, und der Staat verteilt es gerecht an uns verwöhnte Kinder. Und Schuld sind sowieso immer die Anderen.

Meine Eltern haben mir das Gegenteil beigebracht. Damit haben sie haben mich fit gemacht für’s Leben. Das gilt auch heute noch.

Euer Alois

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